Zwölf des Tages - DER SPIEGEL
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Zwölf des Tages In guten wie in schlechten Zeiten

Sie schossen Traumtore, führten ihre Teams zum Sieg - oder sind einfach schon ewig im Verein: Am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte ein Ersatzspieler auf dem Feld mit Stammspielern auf der Bank. Ein Trainer bekam Zuspruch von den Fans. Und zwei Youngster hatten starke Auftritte.
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Rekord eingestellt: Gegen Werder Bremen konnte Torjäger Stefan Kießling gleich doppelt jubeln. Per Elfmeter sorgte er für den 1:0-Sieg - und stellte dabei sogar den Vereinsrekord von Ulf Kirsten ein. 22 Saisontore hatte dieser 1996/1997 und eine Spielzeit später erzielt, das gelang nun auch Kießling. Nun visiert der Angreifer auch die Torjägerkanone an. Der 29-Jährige liegt nur noch ein Tor hinter dem Dortmunder Robert Lewandowski.

Foto: Marius Becker/ dpa
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Rekordjagd eingestellt: Lewandowski selbst kam gegen Düsseldorf spät in die Partie - und konnte nicht mehr treffen. Warum das interessant ist? Weil der Angreifer es verpasste, auch im dreizehnten Bundesliga-Spiel in Folge mindestens einen Treffer zu erzielen. Damit bleibt der Rekord von Gerd Müller wohl noch lange bestehen, der einst in 16 Partien in Folge getroffen hatte.

Foto: Kevin Kurek/ dpa
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Greuther Fürth spielt in der kommenden Saison in der Zweiten Liga - das konnte auch Nikola Djurdjic (Mitte) nicht verhindern. Zweimal brachte er sein Team gegen Hannover wieder ins Spiel, erzielte die Tore zum 1:1 und zum 2:2, sehr zur Freude seiner Mitspieler. Doch 96 gelang durch Sergio Pinto doch noch der späte Siegtreffer.

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
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Seid umschlungen, Ersatzspieler! Die Dortmunder Bank war gegen Düsseldorf prominent besetzt. Weidenfeller, Reus, Lewandowski, Subotic - sie alle saßen zunächst draußen, um für das Champions-League-Rückspiel gegen Real Madrid geschont zu werden. Spielen durfte dann Nuri Sahin - und der bewies seine Qualität: Mit einem Schlenzer in den Winkel sorgte er für das 1:0 des BVB.

Foto: AP/dpa
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Der FC Augsburg ist das Team der Stunde im Abstiegskampf - auch dank Sascha Mölders. Der Angreifer hat sich den Respekt seiner Fans durch seinen enormen Einsatz erarbeitet - und durch seine wichtigen Tore. In dieser Saison sind es bereits zehn, gegen Stuttgart kam noch ein ganz wichtiges hinzu. Mölders' 1:0 war der Türöffner für den Sieg gegen den VfB. Da konnte er sich auch zu Recht von den Anhängern feiern lassen.

Foto: Stefan Puchner/ dpa
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Spiel verloren - und dann auch noch am ersten Gegentor beteiligt gewesen: Gladbachs Roel Brouwers erlebte gegen Wolfsburg einen Arbeitstag zum Vergessen. Den Schuss von Maxmilian Arnold fälschte der Verteidiger unglücklich ins eigene Tor.

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images
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Frechheit der Jugend I: Für den erst 18 Jahre alten Maximilian Arnold war es bereits der dritte Treffer in Serie. Und das bei gerade einmal fünf Saisoneinsätzen. "Das ist ein geiles Gefühl. Ich genieße jeden Moment", sagt der Offensivspieler.

Foto: Peter Steffen/ dpa
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Frechheit der Jugend II: Frankfurts erst 17-jähriger Marc Stendera (l.) zeigte gegen Mainz seine ganze Schlitzohrigkeit. Der U19-Nationalspieler durfte bei seinem erst zweitem Startelfeinsatz schon die Eckbälle treten - und zog dann auch einen direkt aufs Tor. Mainz-Keeper Christian Wetlko musste sich mächtig strecken, um den Ball noch über die Latte zu lenken.

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
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Ein überaus gelungenes Comeback feierte Schalkes Klaas-Jan Huntelaar. Der Angreifer traf im ersten Einsatz nach seiner Knieverletzung, erzielte gegen den HSV das 2:1, 3:1 und 4:1. Kurios: Der Stadionsprecher hatte den Niederländer bei der Aufstellung vergessen und las stattdessen Regionalligaspieler Dennis Erdmann vor. Und auch sein Trainer Jens Keller kennt seinen Edel-Stürmer nicht so wirklich, nannte er ihn doch im TV-Interview hartnäckig "Jan-Klaas".

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Leidtragender der Huntelaar-Show war HSV-Keeper René Adler. Der Nationalspieler muss vor jedem Spiel seines Clubs zittern: Sind wir gut drauf - oder gibt es eine Klatsche? Gegen Schalke war es mal wieder Zeit für eine ordentliche Abreibung. Da halfen auch Adlers starke Paraden nicht. Immerhin: In der kommenden Woche muss der Torhüter nicht bangen - gegen Wolfsburg ist er gelb-gesperrt.

Foto: Christof Koepsel/ Bongarts/Getty Images
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Aufmunterung in schweren Zeiten: Werder Bremen ist nach dem 0:1 in Leverkusen tief im Abstiegsstrudel, nur noch zwei Punkte trennen den Nord-Club vom Relegationsplatz. Trainer Thomas Schaaf, schon seit 1972 im Verein, ist unter Druck. Ausgerechnet in dieser schwierigen Situation zeigten die Werder-Fans Größe und feierten den Coach auch noch eine Dreiviertelstunde nach dem Spiel. "Das war in der Kabine nicht zu überhören", sagte Schaaf: "Es ist großartig, wenn man so etwas erlebt."

Foto: Christof Koepsel/ Bongarts/Getty Images
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Die Fans applaudierten, Bayern-Coach Jupp Heynckes lobte: "Sie ist schön gelaufen." Beim Heimsieg der Münchner gegen den SC Freiburg rückte der Fußball für ein paar Sekunden in den Hintergrund, als eine Flitzerin sich ihres Oberteils entledigte - und über den Rasen jagte.

Foto: Tobias Hase/ dpa
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