Zwölf des Tages: So schreien Sieger - DER SPIEGEL
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Zwölf des Tages So schreien Sieger

Schalkes Torwart Manuel Neuer hielt gegen den FC Bayern grandios und ließ das alle lautstark wissen. In Hamburg war Kaiserslauterns Christian Tiffert der Held am Millerntor - allerdings für die falsche Mannschaft. Und in Wolfsburg gab es am 15. Spieltag Elfmeter-Stümpereien.
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Für Schalkes Torwart Manuel Neuer war das Spiel gegen den FC Bayern so etwas wie eine Urschreitherapie: Er hielt, was zu halten war - und auch, was nicht zu halten war. Dank Neuers Glanzleistung und der Münchner Abschlussschwäche gewann Schalke 2:0.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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In der ersten Halbzeit gegen die Bayern gehörte Benedikt Höwedes noch zur bedauernswerten Schalker Defensive, die Chance auf Chance zuließ. In der zweiten Halbzeit traf er zum 2:0-Endstand. Nicht übel für einen Abwehrspieler. Da kann man sich schon mal selbst die Faust küssen.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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So geht es nicht, Teil I: Bei der Partie Wolfsburg gegen Bremen hätten die Zuschauer Schmerzensgeld beantragen können. Das unansehnliche Gekicke wurde von zwei Patzern gekrönt: Zunächst verschoss Bremens Torsten Frings einen Elfmeter. Dann...

Foto: dapd
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...tat es VfL-Star Edin Dzeko Frings gleich, womit wir bei "So geht es nicht, Teil II" wären. Um etwas Abwechslung in die triste Veranstaltung zu bringen, schoss Dzeko allerdings lieber drüber statt auf den Torwart. Seine Auswechslung war für den Stürmer nur das Ende eines peinlichen Nachmittags zum Vergessen.

Foto: Carmen Jaspersen/ dpa
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Wie es richtig geht, zeigte Theofanis Gekas im Spiel seiner Frankfurter gegen Mainz. Elastisches Standbein, konzentrierter Blick, mit den Armen schön Gleichgewicht halten, platzierter Schuss in den Winkel - so muss ein Elfmeter aussehen.

Foto: Marius Becker/ dpa
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Gekas' Strafstoß wird auch dem Mainzer Debütanten Jan Kirchhoff in Erinnerung bleiben. In dieser Szene spielte er den Ball nach Ansicht von Schiedsrichter Florian Meyer mit der Hand, wofür es den Strafstoß gab, den Gekas verwandelte. In aller Kürze: Kirchhoff, gebürtiger Frankfurter, macht für Mainz gegen und in Frankfurt den entscheidenden Fehler, der zum Eintracht-Sieg führte. Dieses Spiel wird Kirchhoff wohl aus mehreren Gründen nicht so schnell vergessen.

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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Die Fans von Borussia Mönchengladbach werden ebenfalls nicht so bald vergessen, wie dämlich sich Raul Bobadilla gegen Hannover 96 anstellte. Er trat er gegen Roberto Pinto nach und sah die Rote Karte. Dass Pinto nach der Berührung gekonnt schauspielerte - geschenkt. Bobadilla musste vom Platz, als sein Team führte. In Unterzahl verlor Gladbach und bleibt Tabellenletzter.

Foto: Roland Weihrauch/ dpa
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Der entscheidende Torschütze zu sein, ist für einen Fußballer normalerweise ein schönes Erlebnis. Allerdings nicht, wenn der Ball ins eigene Tor geht. So entschied Christian Tiffert vom 1. FC Kaiserslautern das Spiel beim FC St. Pauli gegen das eigene Team - und für die offensivschwachen Hamburger. Die Krönung für Tifferts Tag: Beim TV-Interview bewarfen ihn St.-Pauli-Fans mit Schneebällen, wofür sich der Hamburger Club später entschuldigte.

Foto: Malte Christians/ dpa
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Borussia Dortmund ist ein Phänomen. 15 Spiele, 40 Punkte und nur neun Gegentore - in dieser Form ist dem BVB die Meisterschaft kaum noch zu nehmen. Für die exzellente Defensivarbeit ist Innenverteidiger Mats Hummels mitverantwortlich. Und er fand beim Auswärtssieg in Nürnberg sogar genug Zeit, um sich in die Offensivbemühungen seiner Elf einzuschalten und den Führungstreffer zu erzielen.

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
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Martin Lanig war der tragische Held bei der Partie Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Köln. In der 64. Minute eingewechselt, schoss er eine Minute später den Kölner Anschlusstreffer zum 2:3. In der 66. Minute vergab er allerdings eine Chance, die gemeinhin als "hundertprozentig" bezeichnet wird. So blieb es beim Bayer-Sieg im Derby. Und als ob der für die Kölner nicht schon schlimm genug gewesen wäre, stahlen Unbekannte aus der FC-Kabine Geld, Taschen und Handys. So hatten die Kölner am Ende gar nichts: weder Punkte noch Wertsachen.

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images
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Wo wäre der SC Freiburg ohne Papiss Demba Cissé? Der Stürmer ist für den Club so wertvoll, dass er Dauergast bei der Zwölf des Tages sein könnte. Von 20 Freiburger Saisontreffern hat Cissé elf erzielt. Das jüngste Tor gegen den HSV sicherte dem SC drei Punkte. Solange der Senegalese auf dem Platz steht, dürfte Freiburg mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Foto: Patrick Seeger/ dpa
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"Das ist unglaublich" wird allmählich zum Standardsatz von Bayern-Trainer Louis van Gaal (r.). Er und Sportdirektor Christian Nerlinger müssen sich gegen Schalke wie im falschen Film vorgekommen sein. Unglaublich, welche Chancen die Bayern vergaben. Und unglaublich, dass man nun schon 17 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Dortmund hat. Ganz und gar nicht unglaublich war dagegen, dass van Gaal nach dem Schalke-Spiel die Meisterschaft abschrieb. Das war ganz einfach nur realistisch.

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images
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