Tagebücher und Briefe von Wehrmacht-Soldaten: 2077 Tage Krieg - DER SPIEGEL
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Die Besetzung von Paris 1940 feierten deutsche Truppen mit einer Parade auf den Champs-Élysées

Die Besetzung von Paris 1940 feierten deutsche Truppen mit einer Parade auf den Champs-Élysées

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Tagebücher von Wehrmachtsoldaten »Niemals kann eine solch irrsinnige Feuertaufe spurlos an einem Menschen vorübergehen«

2077 Tage Krieg – Tagebücher und Briefe zeigen, wie Soldaten den Beginn des Zweiten Weltkriegs erlebten, die frühen militärischen Siege, die folgenden Niederlagen. Unter ihnen: der Schütze Heinrich Böll.
• aus SPIEGEL Geschichte 6/2022

Dieses Schweigen findet Werner Mork seltsam. Der Krieg hat gerade begonnen. Betreten stehen seine Arbeitskollegen in Bremen um das Radiogerät, das Hitlers historische Rede am Morgen des 1. Septembers 1939 überträgt, samt der Lüge vom angeblichen polnischen Angriff.

»Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen!«, wütet der Diktator. »Von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten! Wer mit Gift kämpft, wird mit Giftgas bekämpft. Wer selbst sich von den Regeln einer humanen Kriegsführung entfernt, kann von uns nichts anderes erwarten, als dass wir den gleichen Schritt tun.«

SPIEGEL GESCHICHTE 6/2022

Hitlers treues Volk: Warum die Deutschen dem Nationalsozialismus verfielen

Millionen Deutsche machten sich zu Komplizen des Nazi-Regimes, obwohl Hitler nie einen Hehl aus seinem Judenhass und seinen Kriegsplänen gemacht hatte. Die aktuelle Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE erzählt, wieso die meisten hierzulande die NS-Diktatur bedingungslos unterstützten, weshalb sie dem »Führer« verfielen – und warum sie ihm schließlich bis in den Untergang folgten.

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Donnernder Applaus der Reichstagsabgeordneten in Berlin, sie stimmen die Nationalhymne an. Im Bremer Fachgeschäft für Radiogeräte, in dem Werner Mork angestellt ist, singt niemand. In die Stille hinein bittet der Firmenleiter wieder zur Arbeit.

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