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April, April: Weltraum-Trümmer im Westerwald gelandet!

April, April Weltraum-Trümmer im Westerwald gelandet!

Nach dem kontrollierten Absturz der Raumstation Mir im März 2001 erlaubte sich der rheinland-pfälzische Radiosender RPR1 einen Scherz mit den Westerwäldern. Und der schlug gewaltig ein.
Von Dennis Daum
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Radiosender RPR1 meldete am Sonntag, dem 1. April 2001, dass ein Bruchstück der russischen Raumstation Mir auf dem Köppel bei Montabaur im Westerwald gefunden worden sei. Experten wären auf dem Weg, das Bauteil zu untersuchen. Im März war die von der Sowjetunion erbaute Raumstation, die seit 1986 die Erde umkreiste, kontrolliert zum Absturz gebracht worden.

Hunderte interessierte Hörer waren fasziniert und machten sich auf den Weg zu der Berghöhe bei Montabaur. Wie der Radiosender weiter berichtete, würde es sich wohl um ein sehr wertvolles Teil der Station handeln. Im Verlauf des Tages gab es dazu sogar ein Telefoninterview mit Ministerpräsident Kurt Beck (SPD).

Der Köppel war bald darauf voller Menschen. Aber etwas stimmte nicht: Weder Polizei noch Experten waren zu sehen. Wo ist denn nun das besondere Stück von der Mir? Am späten Nachmittag dann kam die Meldung, man habe das Stück nun identifiziert: Es handle sich um die Toilette der Mir!

So langsam kamen die ersten Zweifel. Da kann doch 'was nicht stimmen. Kurz danach stellte sich heraus: Es war ja nur der 1. April!

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