Auf den ersten Blick: Versunkenes Ferienparadies Villa Epecuén - DER SPIEGEL
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Auf den ersten Blick: "Ein echtes Atlantis!"

Foto: Alberto Clavería

Auf den ersten Blick "Ein echtes Atlantis!"

Manche Fotos sind so eindrucksvoll, dass sie ganze Geschichten erzählen. Aber welche? einestages-Autoren berichten von besonders inspirierenden Bildern - und wie daraus Artikel entstanden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

"Stahlblauer Himmel, weiße Häuserruinen, salzverkrustete Baumstämme, die aus knöcheltiefem Wasser ragen: Als ich das erste Mal zufällig Fotos aus dem argentinischen Villa Epecuén bei Flickr fand, war ich verwirrt. War dieser Ort kürzlich erst untergegangen oder tauchten da alte Ruinen aus dem Wasser wieder auf?

Tatsächlich war Letzteres der Fall, und ich war sofort begeistert: Ich hatte zwar schon einige Geschichten über verlassene Orte geschrieben, aber nie war mir eine versunkene Geisterstadt untergekommen. Ein echtes Atlantis! Und das tauchte Jahrzehnte später durch den Klimawandel wieder auf. Ich trieb eine Zeitzeugin aus Villa Epecuén auf, die im November 1985 erleben musste, wie ihr Heimatort nach einem Dammbruch in den Fluten eines angrenzenden Sees versank. Damit ging nicht irgendein kleines Nest unter, sondern der einst berühmteste und mondänste Badekurort Südamerikas, der noch Anfang des 20. Jahrhunderts Zehntausende Touristen angelockt hatte. Ich war mir sicher: Das ist eine Geschichte, die zumindest in Deutschland kaum jemand kennen würde."

Christoph Gunkel ist Autor für einestages. Seinen Artikel Versunkenes Ferienparadies: Argentiniens Atlantis finden Sie hier.

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