Coldplay: Have yourself a merry little Christmas - DER SPIEGEL
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einestages-Adventskalender Diese Zeile sing ich nicht

Seit Jahrzehnten verbreitet "Have Yourself a Merry Little Christmas" Weihnachtsstimmung. Dabei war der Song ursprünglich mehr als deprimierend. Bis Judy Garland einschritt. Eine Kitschversion spielte auch Coldplay ein.
Foto: THOMAS SAMSON/ AFP
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Oh nein, diese Zeilen wollte Judy Garland auf keinen Fall singen. "Mach dir eine schöne nette Weihnacht, es könnte deine letzte sein. Nächstes Jahr können wir alle Vergangenheit sein", heißt es zu Beginn des Weihnachtsklassikers "Have Yourself a Merry Little Christmas" aus dem Jahr 1943. Auf Garlands Wunsch änderten die Songerfinder Hugh Martin und Ralph Blane die deprimierenden Stellen - immerhin tobte gerade der Zweite Weltkrieg.

Sie verliehen dem Lied mehr weihnachtlichen Frohsinn: "Lass dein Herz leicht sein. Nächstes Jahr sind alle unsere Sorgen vergessen." In dieser Form sang Garland den Song schließlich im Musicalfilm "Meet Me in St. Louis". Und machte ihn berühmt.

1957 coverte Frank Sinatra das Lied und meldete vorher ebenfalls Änderungsbedarf an. Diesmal textete Hugh Martin das Ende um. Ursprünglich hieß es dort: "Bis dahin müssen wir irgendwie sehen, wie wir zurechtkommen." Die neue Fassung lautet: "Hänge einen strahlenden Stern an den höchsten Ast."

Diese neue Kitschversion fand so großen Anklang, dass sie 2001 auch die Pop-Rocker von Coldplay einspielten. Zu finden ist die Aufnahme auf der EP "Mince Spies", die auf 1000 Exemplare limitiert ist. Sie war einem Coldplay-Fanclub gewidmet und wurde nur an dessen Mitglieder ausgeteilt.

Allerdings fand sich das Liedchen auch ein Jahr später auf der Weihnachtscompilation "Maybe this Christmas" - und konnte so Weihnachtsstimmung beim Rest der Coldplay-Fangemeinde verbreiten.

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