Ein Leben als Fan - DER SPIEGEL
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Ein Leben als Fan: Elvis lebt!

Foto: Felix Galsterer

Ein Leben als Fan Elvis lebt!

Elvis-Schallplatten, Elvis-Klamotten, Elvis-Speisekarten - Felix Galsterer sammelt einfach alles, was an sein großes Idol erinnert. Doch all das ist nichts im Vergleich zu einer Reise nach Graceland.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ich bin seit 1984 Elvis-Fan - mit allem, was dazu gehört. Ich sammle alles, was von und über Elvis zu haben ist: Schallplatten, Singles, Filme, auch Bücher und Fanartikel. Besonders stolz bin ich auf mein Elvis-Autogramm mit Zertifikat und einen Motorradhelm, den Elvis in Memphis benutzte. Meine neueste Errungenschaft ist ein Aloha-Cape, nachempfunden dem, das Elvis 1973 auf Hawaii trug und nach dem Konzert in die Zuschauermenge warf - das Original ist in Graceland ausgestellt. In den USA gibt es tatsächlich eine Firma, die sich darauf spezialisiert hat, Elvis-Kleidungsstücke originalgetreu herzustellen! Ich besitze auch einige speziell für seine Konzerte hergestellte Speisekarten, auf denen vorne ein Bild von Elvis abgedruckt ist, heute sind das heißbegehrte Sammlerobjekte. Über die Jahre kommt allerhand zusammen - mittlerweile habe ich für meine Souvenirs sogar einen eigenen Raum.

Ein ganz besonderer Höhepunkt für jeden richtigen Elvis-Fan ist der Besuch der jährlich stattfindenden "Elvis-Week" in Memphis, der Stadt, in der der King of Rock'n'Roll lebte. Diese Festwoche findet jedes Jahr zwischen dem 8. und 16. August statt, die Abschlussveranstaltung ist also an dem Tag, an dem Elvis im Jahr 1977 starb. In dieser Woche ist ganz Memphis eine Riesenparty, überall sind Konzerte, vor allem mit Elvis-Imitatoren. Außerdem treten Leute auf, die Elvis nahe standen. Ich selbst bin dreimal dort gewesen und habe unter anderem Priscilla Presley, Elvis Witwe, Lisa Marie, seine Tochter und Larry Geller, Elvis' Anvertrauter in Sachen Religion und Privatfrisör, gesehen.

Damals wurde für mich ein Traum wahr. Bad Nauheim und Friedberg in Hessen, wo Elvis während seiner Armee-Zeit stationiert war, hatte ich natürlich schon besucht. Dort kann man sich "seine" Kaserne angucken, die mittlerweile allerdings geschlossen wurde, und das Hotel in Bad Nauheim, in dem er untergebracht war, bevor er in eine Villa umzog, die er mit seinem Vater und seiner Großmutter bewohnte. Graceland zu sehen war natürlich etwas völlig anderes! Sein Haus, seine letzte Ruhestätte direkt nebenan, die Elvis-Museen und Souvenir-Shops und vor allem die vielen anderen Fans - das war ein echtes Erlebnis.