Ungewöhnliche Hexenverfolgung in Westfalen Die Teufelskinder von Fürstenberg
Gemälde von Francicso de Goya: »Hexensabbat« (1797/98)
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Als zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Gemeinde Fürstenberg, eine Kommune im Hochstift Paderborn, erneut von einer Hexenpanik erfasst wurde, verhielt sich die Bewohnerin Margaretha Stroeth äußerst sonderbar: Offenbar von Schuldgefühlen geplagt, zeigte sie sich freiwillig vor dem Ortsrichter als Hexe an.
Wiederholt und ohne Anwendung der Folter gab sie vor dem lokalen Straftribunal bekannt, ihr Leben verwirkt zu haben, weil sie die »ärgerste« unter den Hexen sei. Ständig hätte sie den Teufel im Sinn. Ja, sie höre sogar seine Stimme, sodass sie davon überzeugt war, er stehe direkt hinter ihr. Er dränge sie, ihr Haus anzuzünden und sich selbst an einem Baum zu erhängen. Da Margaretha keine Freude mehr am Leben finden könne, bat sie den Richter inständig, ihr »vom leben ... helffen, dan sie könnte in der boßheit nicht lenger leben«.