HAUSMITTEILUNG - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung HAUSMITTEILUNG

• aus SPIEGEL Geschichte 2/2009
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Blühende Landschaften nach der Verwüstung, es gab sie wirklich. Die im Mai 1949 gegründete Bundesrepublik wurde zu einem Erfolg, den damals niemand erahnt hatte. Doch wie krisenfest ist das längst wiedervereinigte Land heute? In dieser Ausgabe zieht SPIEGEL GESCHICHTE Bilanz und umreißt die Aufgaben der Zukunft, gestützt auf eine umfassend recherchierte SPIEGEL-Serie sowie viele weitere Artikel, Interviews und Gastbeiträge, unter anderem von der Schriftstellerin Thea Dorn (Seite 72) und dem Politologen Franz Walter (Seite 140).

Hatun und Mehmet Ates (Ateş) arbeiteten von 1968 bis 1988 in Berlin. Inzwischen sind sie Rentner und in die Türkei zurückgekehrt. Um Karen Andresen und Henryk M. Broder über ihr Leben als »Gastarbeiter« zu erzählen, flogen sie eigens in die deutsche Hauptstadt. Zuvor waren allerdings noch einige bürokratische Hürden zu nehmen: Für einen Besuch in Deutschland benötigt das Ehepaar eine Einladung und ein Visum. Das Gespräch (Seite 116) fand schließlich in der Wohnung von Tochter Seyran statt, die als Anwältin und Publizistin in Berlin lebt.

Die Dunkelkammer in seinem Haus in Königswinter ist das Allerheiligste des Fotografen Konrad R. Müller. Mit einem alten polnischen Vergrößerungsgerät Marke »Krokus« fertigt Müller hier seine Schwarzweißbilder an, jeder Abzug ein Unikat. Redakteur Dietmar Pieper und Layouter Rainer Sennewald durften ihn in seiner Werkstatt besuchen, gemeinsam wählten sie aus seinem Lebenswerk eine Porträtgalerie der Bundeskanzler aus (Seiten 46 bis 59). Zur Fotografie ist Müller als Student der Berliner Kunsthochschule gekommen: Er skizzierte Konrad Adenauer, weil ihn, wie er sagt, »dieses verwitterte Gesicht faszinierte«. 1965 suchte er Adenauer erstmals mit der Kamera auf. Seitdem hat Müller alle deutschen Kanzler porträtiert, auch Angela Merkel hat ihm bereits zugesagt.

Als Buchautor hat sich SPIEGEL-Redakteur Norbert F. Pötzl mit zwei Persönlichkeiten, die er in diesem Heft beschreibt, intensiv beschäftigt. Über den ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, den er auf dessen letzter Reise 1993 ins chilenische Exil begleitete, hat Pötzl 2002 eine Biografie veröffentlicht. Das Wirken des einstigen DDR-Anwalts und innerdeutschen Unterhändlers Wolfgang Vogel schilderte er in dem 1997 erschienenen Buch »Basar der Spione«; dessen Präsentation fand an der Glienicker Brücke statt, wo mit Vogels Hilfe dreimal im Kalten Krieg Ost- gegen Westagenten ausgetauscht wurden (Seiten 84 und 138).

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