Irre Beinahe-Besetzungen - DER SPIEGEL
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Das Casting-Karussell: Als Terminator, Mel Gibson

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Irre Beinahe-Besetzungen Voll von der Rolle

Tom Selleck als Terminator? Bill Murray spielt Batman? Für viele Ikonen der Filmgeschichte saßen ursprünglich ganz andere Kandidaten im Casting-Karussell. einestages erinnert an einige der erstaunlichsten und absurdesten Beinahe-Besetzungen der Filmgeschichte.
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Schließen wir die Augen und versetzen uns in ein Kino im Jahr 1984. Das Licht im Saal geht aus, der Film beginnt. Auf einem dunklen Parkdeck in Los Angeles schlagen unvermittelt Blitze über nassen Beton: Die Kamera fokussiert eine zusammengekauerte Gestalt im Zentrum der Entladungen. Sie ist völlig nackt. Langsam richtet der Körper sich auf. Nun füllt sein Gesicht die gesamte Leinwand aus. Es ist der Terminator - gespielt von Tom Selleck.

Es gibt sie! Diese in Stein gemeißelten Ikonen des Films. Rollen, die für immer mit ihren Darstellern verschmolzen sind. Wer etwa könnte den Underdog-Boxer Rocky besser spielen als Sylvester Stallone? Und wie sollte ein anderer als Clint Eastwood Dirty Harry verkörpern? Und ist Arnold Schwarzenegger nicht der einzig wahre Terminator!

Nicht unbedingt. Denn Anfang der achtziger Jahre mag Schwarzenegger im Bodybuilding-Business eine Legende gewesen sein, als Schauspieler war er noch eine ganz kleine Nummer. Lediglich mit "Conan der Barbar" hatte er 1982 für etwas Aufsehen gesorgt - und für seine schauspielerische Leistung direkt die Goldene Himbeere, den Anti-Oscar Hollywoods, kassiert. Deshalb durfte er erst den Killer-Roboter spielen, als unter anderem Mel Gibson und "Magnum"-Darsteller Selleck abgelehnt hatten.

Idealbesetzung - oder vierte Wahl

Auch Sylvester Stallone war nicht die erste Wahl für die Rolle des Rocky - obwohl er das Drehbuch geschrieben hatte. Denn egal wie legendär die Filmfigur später ist, wie unwiderruflich sie sich mit ihrem Star verbindet - bei jedem Film dreht sich in Hollywood erst einmal das Casting-Karussell. Produzenten suchen Regisseure, schlagen Hauptdarsteller vor, verzweifeln an den Besetzungsvorschlägen der Filmemacher - und finden am Ende die Idealbesetzung für die Hauptrolle. Oder sie müssen sich zähneknirschend mit der zweiten, dritten oder vierten Wahl begnügen.

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Das Casting-Karussell: Als Terminator, Mel Gibson

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Nicht für jeden Part, der später legendär wurde, standen die Schauspieler Schlange. So war es wirklich schwer, die beiden Kinder in dem Nackedei-Inselfilm "Die blaue Lagune" zu besetzen. Unter anderem lehnten Michelle Pfeiffer und Daryl Hannah ("Blade Runner") ab. Für Jennifer Jason Leigh - sie war die erste Wahl für die Rolle - lehnte ihr Vater ab. Dabei wäre der Star aus "Weiblich, jung, ledig sucht …" sicher auch eine tolle Besetzung gewesen.

Andere erste Casting-Geistesblitze bringen einen dagegen einfach nur zum Lachen: Können Sie sich Richard Gere als John "Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke" McClane in "Stirb Langsam" vorstellen? Oder Bill Murray als Superhelden Batman? Wir auch nicht - im Gespräch für die Rollen waren sie trotzdem.

Doch am Ende sehen die Kinobesucher nur den Schauspieler auf der Leinwand, nicht die turbulente Geschichte hinter der Besetzung. Und mancher Film mit einem Millionen teuren Superstar, der Traumbesetzung für alle Beteiligten, wird zum Flop während andere Mimen, die für Produzenten oder Regisseur nur ein fauler Kompromiss oder gar der letzte Notnagel waren, durch eben diese Rolle zur unvergesslichen Film-Ikone wurden.

einestages hat einige der erstaunlichsten und absurdesten Beinahe-Besetzungen der Filmgeschichte gesammelt.