einestages-Adventskalender Blondine mit Bling-Bling
Armer Weihnachtsmann! Was verlangt die Frau nicht alles von ihm. Einen Zobelpelz, ein schickes Cabrio, hellblau, wenn's geht. Und wo er schon einmal die Spendierhosen an hat: eine Jacht, eine Platinmine und Schecks, Schecks, Schecks …
Gesungen hat diesen musikalischen Wunschzettel namens "Santa Baby" 1953 die amerikanische Sängerin Eartha Kitt - warm eingekuschelt in einen weißen Pelz. Als Ausgleich für den Geschenkesegen will das "Frauchen" aber ganz brav gewesen sein. "All die Männer, die ich nicht geküsst habe ...", heißt es im Song.
Geschrieben wurde das Lied vom Duo Joan Javits und Philip Springer. Dank Eartha Kitts betörender Stimme wurde "Santa Baby" ein großer Hit, immer wieder gecovert von großen Stars: 1987 von Madonna, gefolgt von Kylie Minogue, Shakira, Britney Spears und vielen anderen.
Auch die schrille Dragqueen RuPaul äußerte 1997 auf dem Weihnachtsalbum "Ho, Ho, Ho" ihre Wünsche an den Weihnachtsmann. Von feuerrotem Tüll umweht, versuchte RuPaul Andre Charles, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, "Santa Baby" zu betören. Auf möglichst anrüchige Weise. "Denk doch nur an all den Spaß, der mir entgangen ist", hauchte sie ins Mikrofon.
Bereits der Titel des Weihnachtsalbums "Ho Ho Ho" ist voller Anzüglichkeiten. "Ho" ist der traditionelle Gruß des Weihnachtsmannes. Im Englischen allerdings auch ein Slang-Begriff für Prostituierte.
Ob der Weihnachtsmann einer der Interpretinnen ihre Wünsche erfüllt hat, ist unbekannt.