Vorschau Wahnsinnig oder normal?
Jack Nicholson und Louise Fletcher im Film »Einer flog über das Kuckucksnest« (1975)
Foto: Mary Evans / IMAGOJahrhundertelang wurden Menschen mit psychischen Störungen als »Irre« weggesperrt. Erst mit der Aufklärung begannen Ärzte, sich für biologische und psychosoziale Ursachen hinter dem Leiden ihrer Patienten zu interessieren – doch gesellschaftlich akzeptiert waren seelische Probleme noch lange nicht. SPIEGEL Geschichte zeichnet in der nächsten Ausgabe nach, wie sich das heutige Verständnis mentaler Gesundheit entwickelt hat. Und sucht Antworten auf die Frage, die stets neu verhandelt wird: Was gilt als »normal«, was als »verrückt«?
Ausgetrieben
Rabatti & Domingie / akg-images
Exorzisten sollten im Mittelalter die Dämonen vertreiben, die psychisch kranke Menschen vermeintlich befallen hatten. Doch noch 1975 setzten Geistliche die Methode bei der Religionsstudentin Anneliese Michel ein – mit fatalen Folgen.
Ausgetest
George Rinhart / Corbis / Getty Images
Im 20. Jahrhundert behandelten Ärzte seelisch Kranke mit Stromschlägen, Malariablut, Insulinkoma. Ein Opfer der riskanten Versuche: Rosemary Kennedy(r.), Schwester des späteren US-Präsidenten.
Ausgeträumt
Rachel Anderson / National Museum of American History, Smithsonian Institution
Die Rolling Stones besangen Valium als »Mother's Little Helper«. Neue Medikamente waren das große Heilversprechen der modernen Psychiatrie. Doch die Psychopillenschwemme ab den Fünfzigerjahren löste auch Sucht, Proteste und große Enttäuschungen aus.
Das neue Heft erscheint am 18. Juli.