Das Gehirn im Überblick Das Gehirn im Überblick
A) Das Broca-Areal ist ein wichtiger Teil des Sprachzentrums. Hier wird die Sprachmotorik koordiniert. Kommt es in diesem Gebiet zu einer Durchblutungsstörung, können die Betroffenen Wörter oft nicht oder nur schwer aussprechen. Das Sprachverständnis bleibt dabei weitgehend erhalten.
B) Motorischer Kortex: Hier werden die Muskeln des Körpers bewusst gesteuert. Das Areal ist in viele kleine Bereiche aufgeteilt, die jeweils einer definierten Körperregion zugeordnet sind.
C) Sensorischer Kortex: In diesem Bereich wird der Tastsinn verarbeitet, Vibrationen, Berührungen und Druck werden wahrgenommen. Außerdem kommen hier Sinneseindrücke zur Stellung des Körpers im Raum sowie teilweise auch Schmerz- und Temperaturinformationen an.
D) Im auditorischen Assoziationsfeld wird geplant, wie kontextgerecht gehandelt und gesprochen wird. Außerdem wird hier das eigene Verhalten bewertet.
E) Hörzentrum: Hier werden Geräusche, Töne und Sprache verarbeitet. Das Ohr empfängt die Schallwellen, leitet sie über das Mittelohr weiter bis zum Innenohr, wo sie in elektrische Impulse umgewandelt werden. Diese gelangen vom Innenohr über teilweise auf die gegenüberliegende Seite kreuzende Nervenbahnen bis zum Hörzentrum, dem sogenannten auditiven Cortex. Hier wird bewertet, was das Gehörte bedeutet.
F) Das Wernicke Zentrum ist das sogenannte sensorische Sprachzentrum und zuständig für das Sprachverständnis. Hier werden gehörte Informationen verarbeitet. Liegt in diesem Gebiet eine isolierte Läsion, entsteht eine sensorische Sprachstörung. Dabei sprechen die Betroffenen mitunter viel und schnell, aber sie können das Gesprochene selbst nicht verstehen.
G) Die Sehrinde macht aus Signalen, die von den Augen kommen, ein bewusst wahrgenommenes Bild. Menschen, deren visueller Kortex beschädigt ist - sei es durch einen Tumor oder eine Kopfverletzung - haben mitunter schwarze Flecken in ihrem Gesichtfeld oder können visuelle Reize gar nicht mehr bewusst wahrnehmen.
Kleinhirn: Im sogenannten Cerebellum werden Bewegungen koordiniert und die Feinmotorik mitbestimmt. Hier wird das Gleichgewicht gesteuert und die Koordination gesichert. Bei Störungen im Kleinhirn können die Betroffenen mitunter nur noch unsicher gehen, leiden unter Tremor und ihr Körper ist meist schlaff.
Hirnstamm: Der Hirnstamm besteht aus dem sogenannten Mittelhirn, der Brücke und dem verlängerten Rückenmark (Medulla oblongata). Hier kommen Informationen aus der Körperperipherie an und werden durchgeleitet, ebenso gelangen motorische Signale aus der Hirnrinde durch den Hirnstamm bis zu den Muskeln. Schon eine kleine Läsion kann daher bereits eine ausgeprägte Lähmung hervorrufen. Außerdem werden im Hirnstamm Atmung, Temperatur, Blutdruck und Herzschlag mit koordiniert.