Spezialbrille für Sehbehinderte Junge kann Mutter zum ersten Mal richtig sehen
Seit seiner Geburt hat Christopher Ward seine Augen nie richtig benutzen können - seine Sehnerven waren von Beginn an unterentwickelt. Der heute zwölfjährige Amerikaner konnte nur ein Gemisch aus Farbpunkten und Schatten erkennen. Wenn er mehr sehen wollte, musste er ganz nah an ein Objekt herangehen - unmöglich, so ein normales Leben zu führen.
"Wir sind immer davon ausgegangen, dass er den Rest seines Lebens in diesem Zustand bleiben wird", sagte seine Mutter Marquita Hackley dem Sender ABC News . Doch sie sollte sich täuschen.
Denn der Junge aus Forest im US-Bundesstaat Virginia kann plötzlich scharf sehen. Dank einer speziellen Brille einer US-Firma, bei der per Videotechnik das Bild so lange angepasst wird, bis es für den Nutzer gut erkennbar ist. Kameras in der Brille zeichnen die Bilder auf und übertragen sie mit den individuell angepassten Schärfe- und Farbwerten auf ein Display direkt vor den Augen des Trägers.
So konnte Christopher zum ersten Mal seine Mutter scharf sehen - der Augenblick ist auf Video festgehalten worden. Und die rührende Reaktion der Mutter.
"Es hat mein Herz berührt, als ich ihn sagen hörte: Ich habe meine Mutter gesehen, und sie ist hübsch", sagt Hackley. Christopher selbst reagierte gelassener auf die neuen Eindrücke. Sein Kommentar: "Sehr coole Brille."
Hackley hat Spenden gesammelt, von denen sie ihrem Sohn die 15.000 Dollar (etwa 13.000 Euro) teure Brille kaufen will. Ihre Krankenversicherung hatte die Kosten dafür nicht übernommen, hieß es. Bisher hat Christopher in seiner Schule vor allem die Brailleschrift verwendet. Nun soll er normal lesen und schreiben lernen.
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