Mers-Virus: Erste Tote in Südkorea - DER SPIEGEL
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Gefährliches Virus Erste Mers-Todesfälle in Südkorea

Das Mers-Virus breitet sich weiter aus: Erstmals sind jetzt auch in Südkorea zwei Menschen an der Atemwegserkrankung gestorben. Weltweit wurden bislang knapp 1200 Fälle gezählt.
Mediziner an Mers-Notfallzentrum in Seoul: 680 Patienten werden beobachtet
Mediziner an Mers-Notfallzentrum in Seoul: 680 Patienten werden beobachtet

Mediziner an Mers-Notfallzentrum in Seoul: 680 Patienten werden beobachtet

Foto: JUNG YEON-JE/ AFP
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In Südkorea sind zwei Menschen an der Atemwegserkrankung Mers gestorben. Es seien die ersten bestätigten Todesfälle infolge der Krankheit in dem Land, teilten die Gesundheitsbehörden in Seoul mit.

Bei den Patienten habe es sich um eine 58-jährige Frau und einen 71-jährigen Mann gehandelt. Beide waren demnach in Kontakt mit dem Patienten gekommen, bei dem im vergangenen Monat erstmals in Südkorea das Virus nachgewiesen worden war.

Der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge infizierten sich in Südkorea bislang 25 Menschen mit dem Mers-Virus. 682 Menschen aus dem Umfeld der Patienten wurden unter Quarantäne oder besondere Beobachtung gestellt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

In der vergangenen Woche war der Sohn eines Mers-Patienten entgegen ärztlichen Rat nach China gereist. Dort wurde bei ihm die Krankheit diagnostiziert - es war der erste Mers-Fall in China. 18 Personen, die während seiner Reise in seiner Nähe saßen, wurden isoliert. Sie zeigen aber keine Krankheitssymptome.

480 Mers-Tote weltweit

Mers gehört zu den Coronaviren, zu denen auch das Sars-Virus zählt, an dem bei einem Ausbruch 2003 rund 800 Menschen starben. Zum weltweit ersten Mal tauchte er im April 2012 auf. Experten vermuten aber, dass es auch schon zuvor Mers-Fälle gegeben haben könnte. Kamele gelten inzwischen als Hauptüberträger der Viren auf den Menschen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nach derzeitigem Wissensstand selten, es hat aber bereits größere, auf eine Primärinfektion zurückgehende Ausbrüche in Kliniken gegeben.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat bislang weltweit 1170 Mers-Fälle gezählt. Etwa 480 Patienten sind an dem Virus gestorben.

syd/dpa/AFP/AP