Testergebnisse Diese Mittel helfen bei Durchfall
Junge Frau mit Bauchschmerzen: Was hilft? (Symbolbild)
Foto: Andrey Popov / Panthermedia / IMAGOAuf einer Reise mal etwas Falsches gegessen oder bei einem Festival auf die Toilette gegangen, ohne sich die Hände waschen zu können, und schon schlägt er zu: der Durchfall. Mehrmals täglich flüssiger bis wässriger Stuhl, womöglich auch Erbrechen oder Bauchkrämpfe – da versprechen mehrere Mittel Abhilfe. Die Stiftung Warentest hat nun 19 rezeptfreie Medikamente getestet, die Linderung in Aussicht stellen.
Das Fazit: Neun Mittel sind laut Stiftung Warentest geeignet. Dazu zählen:
Elektrolytmischungen wie Elotrans: Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall – egal welcher Ursache – sei, verlorenes Wasser und verlorene Mineralsalze rasch zu ersetzen. Elektrolytmischungen seien dafür, vor allem bei Kindern, die wichtigsten Mittel. Sie enthalten der Untersuchung zufolge sowohl Salze als auch Zucker, weil die Stoffe kombiniert besser über den Darm ins Blut aufgenommen werden. Auf die Ursache des Durchfalls haben die Mischungen aber keinen Einfluss.
Loperamid: Arznei mit diesem Wirkstoff beruhige den Darm, schreibt die Stiftung Warentest. Das könne den Krankheitsverlauf verkürzen. Ohne ärztlichen Rat sollte der Wirkstoff aber nicht länger als zwei Tage eingenommen werden. Getestete Mittel sind unter anderem Imodium Akut Lingual, Lopedium Akut und Loperamid akut Aristo.
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Packung vom Durchfallmedikament Elotrans: Auf die Ursache des Durchfalls haben die Elektrolytmischungen keinen Einfluss
Foto: Monika Skolimowska / dpaNur mit Einschränkung eignen sich:
Unter anderem Mittel mit Hefe: Sie sollen etwa das Wachstum schädlicher Keime im Darm und die Wirkung der bakteriellen Giftstoffe hemmen. Die Wirksamkeit sollte aber noch besser belegt werden, urteilt die Stiftung Warentest. Menschen mit schweren Erkrankungen oder Immunschwäche sollten die getesteten Mittel demnach nicht nehmen.
Diese Mittel sind durchgefallen:
Unter anderem medizinische Kohle, sie soll Giftstoffe binden. Bei Durchfall sei das aber eher von untergeordneter Bedeutung.
Pektin und Kamille in Medikamenten sollen schädliche Stoffe im Darm binden und Krämpfe lösen. Die Wirksamkeit sei aber durch Studien nicht nachgewiesen, so die Stiftung Warentest.
Welche Hausmittel helfen?
Und falls gar kein Medikament zur Hand ist? Dann hat die Stiftung Warentest noch eine beruhigende Nachricht: Durchfall vergeht meist von selbst, auch ohne Medikamente. Dann helfen Ruhe, Salziges, viel Wasser, Brühe oder gezuckerter Tee.
Für die Analyse der Mittel hat die Stiftung Warentest nach eigenen Angaben auf Basis von wissenschaftlicher Literatur gearbeitet. Ein Gastroenterologe nahm demnach aus klinischer Sicht eine Schlussbetrachtung vor.
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