Ungewollte Schwangerschaften gehen weltweit zurück - DER SPIEGEL
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Studie Ungewollte Schwangerschaften gehen weltweit zurück

Weltweit werden immer weniger Frauen ungewollt schwanger. Auch die Rate der Schwangerschaftsabbrüche ging in einigen Teilen der Welt zurück - vor allem in Ländern mit liberalen Abtreibungsregeln.
Die Zahl ungewollter Schwangerschaften ist einer Schätzung zufolge seit Beginn der Neunzigerjahre weltweit zurückgegangen
Die Zahl ungewollter Schwangerschaften ist einer Schätzung zufolge seit Beginn der Neunzigerjahre weltweit zurückgegangen

Die Zahl ungewollter Schwangerschaften ist einer Schätzung zufolge seit Beginn der Neunzigerjahre weltweit zurückgegangen

Foto: Sebastian Kahnert/ dpa
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Die Zahl ungewollter Schwangerschaften ist einer Schätzung zufolge seit Beginn der Neunzigerjahre weltweit zurückgegangen. Das geht aus einer Studie des US-amerikanischen Guttmacher-Instituts und verschiedener Uno-Organisationen hervor, die im Fachmagazin "Lancet Global Health"  veröffentlicht wurde. Demnach wurden weltweit zwischen 2015 und 2019 pro Jahr durchschnittlich 64 von 1000 Frauen ungeplant schwanger. Das entspricht 121 Millionen Schwangerschaften jährlich. Für den Zeitraum von 1990 bis 1994 hatten durchschnittlich 79 von 1000 Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren von einer ungewollten Schwangerschaft berichtet.

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Zumindest in einigen Teilen der Welt ging auch die Abtreibungsrate seit Anfang der Neunzigerjahre erheblich zurück - in Europa und Nordamerika sogar um 63 Prozent. Weltweit werden jedoch noch immer mehr als die Hälfte (61 Prozent) der nicht geplanten Schwangerschaften abgebrochen. Neben der gesetzlichen Lage zur Abtreibung spielt auch das Einkommen dabei eine erhebliche Rolle.

Niedrigste Rate in Ländern mit liberalen Abtreibungsregeln

Die niedrigste Rate an Schwangerschaftsabbrüchen haben der Studie zufolge Länder mit liberalen Abtreibungsregeln und hohem Einkommen. Hier beendeten laut der Studie nur 11 von 1000 Frauen ihre Schwangerschaft vorzeitig. Wo Abtreibungen verboten sind, wählten hingegen selbst in Ländern mit hohem Einkommen durchschnittlich 32 von 1000 Frauen einen Schwangerschaftsabbruch. Hier war sogar ein Anstieg zu verzeichnen. Vergleichsweise hoch ist die Abtreibungsrate in Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen.

"Legale Beschränkungen aufzuerlegen oder Zugang zu Abtreibungen zu verhindern, reduziert nicht die Zahl der Personen, die diese Dienste suchen", sagte Zara Ahmed vom Guttmacher-Institut einer Mitteilung  zufolge.

Besonders hoch ist die Abtreibungsrate in Weißrussland. Lesen Sie hier mehr dazu.

bam/dpa

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