Sonnenschutzmittel sollten zuverlässig vor UV-Strahlen schützen (Symbolbild)
Foto: Leonardo Patrizi / E+ / Getty ImagesWelche Sonnencremes zuverlässig schützen Häute wichtig
Ob als Creme, Lotion oder zum Sprühen – wer in die Sonne geht, sollte an den Sonnenschutz denken. Die Stiftung Warentest hat nun 20 Mittel getestet und kommt zu dem Ergebnis: Die meisten Sonnenschutzprodukte halten, was sie versprechen.
Von 20 getesteten Cremes, Lotionen und Sprays bieten demnach 16 einen zuverlässigen Schutz vor UV-Licht. Testsieger ist die »Ambre Solaire Hydra 24h Sonnenschutz-Milch« von Garnier (Note 1,3).
Auch günstige Produkte sind sehr gut
Insgesamt neun Produkte bekamen von der Stiftung Warentest die Note »sehr gut«. Darunter befinden sich sowohl günstige als auch teure Produkte: Während etwa die »Cien Sun Sonnenmilch« von Lidl 1,12 Euro pro 100 Milliliter kostet, sind es bei der »Sun Sensitive Gel-Creme« von Cetaphil 22 Euro.
Unter den sehr gut bewerteten Mitteln befindet sich auch ein Naturkosmetik-Produkt: die »Sensitiv Sonnenmilch« von Alverde, die es beim Drogeriemarkt dm zu kaufen gibt. Sie kostet etwa 4 Euro pro 100 Milliliter.
Die anderen drei getesteten Naturkosmetika, die »Sonnencreme Sensitiv« von Das Boep, die »Lavera Sensitiv Sonnenlotion« und die »Speik Sun Sonnenmilch« fielen jedoch durch. Laut Stiftung Warentest unterschritten sie im Test den angegebenen Schutzfaktor 30 zum Teil deutlich.
Auch das »Sunozon Transparentes Sonnenspray« von Rossmann wurde deshalb mit der Note »mangelhaft« bewertet.
Sieben Sonnenschutzmittel landeten im Mittelfeld der Bewertung. Punktabzug bekam etwa die »Allergy Protect Sun Gel-Creme« von Eucerin. Sie enthält nach Angaben der Prüfer den UV-Filter Homosalat, der im Verdacht steht, das Hormonsystem zu beeinflussen. Im »Lavozon Sonnenspray« von Müller fanden die Tester Benzophenon, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Der Stoff ist laut Stiftung Warentest ein Abbauprodukt des UV-Filters Octocrylen und bildet sich vor allem bei längerer Lagerung. Empfohlen wird deshalb, octocrylenhaltige Produkte vorsichtshalber nur bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum zu verwenden.
Die Stiftung Warentest prüft immer wieder Sonnenschutzmittel. Die aktuellen Ergebnisse seien mit denen früherer Tests jedoch nicht direkt vergleichbar, hieß es. So würden die Produkte nicht mehr auf Keime untersucht, weil diese in der Vergangenheit kein Problem waren. Tests zur Hautpflege entfielen ebenso.