Meldungen 20. Januar
In Südspanien, wo seit zehn Tagen immer wieder mal bis zu fünf Kilo schwere Eisbrocken aus heiterem Himmel herunter- krachen, wird erstmals ein Mensch von einem Gefrier-Geschoss getroffen: Der Eisklumpen verletzt eine 62-jährige Frau an Arm und Schulter. Kurz darauf zeigt sich das rätselhafte Phänomen auch in Italien. Dort knallt einem Straßenarbeiter ein Brocken sogar auf den zum Glück dick bemützten Schädel. Der Mann kommt mit einer Gehirnerschütterung davon. Ein Wissenschaftlerteam in Madrid, das die Herkunft der "aerolitos" zu klären sucht, stellt fest, dass die meisten Eiskörper nicht aus großer Höhe stammen. Witzbolde hätten sie in der Tiefkühltruhe fabriziert oder aus den Bergen mitgebracht. Mindestens fünf Klötze aber sind tatsächlich himmlischer Herkunft. Sie haben sich "wahrscheinlich", so vermuten die Eis-Gutachter, "durch einen seltenen meteorologischen Prozess in hohen Schichten der Atmosphäre gebildet".