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Foto: DPA

Beate Uhse


BEATE UHSE, 81. Sie hat 50 Jahre lang das deutsche Liebesspiel mit allerlei erotischen Accessoires ausgestattet, mit dem "Muschi-Verwöhn-Set" und gewaltigen Dildos, mit Geschmackskondomen und Vaginalcremes. Und in ihrer Frühzeit, in der sprichwörtlichen deutschen Nachkriegsprüderie, hat man ihr solche Hilfsdienste als "unnatürliche Aufpeitschung geschlechtlicher Reize" wirklich krumm genommen. In 700 Prozessen musste sich die zähe Sexualia-Händlerin gegen den Vorwurf notorischer Sittenlosgkeit wehren, stets gewann sie die Scharmützel. Die pfiffige ostpreußische Gutsherrentochter und Luftwaffenpilotin hatte ihre zündende Geschäftsidee, als sie immer wieder Frauen traf, die nicht recht wussten, ob man "vom Knutschen Kinder kriegt". Uhse half und verhökerte Ratgeber zur Empfängnisverhütung. Der Versandhandel gedieh so prächtig, dass die Flensburger Uhse-Firma zu einem stattlichen, von Feministinnen verfluchten Porno-Imperium heranwuchs. Beate Uhse starb am 16. Juli an einer Lungenentzündung.