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Foto: DPA

Jack Lemmon


JACK LEMMON, 76. "Keine Zeit für Heldentum", so hieß der Film, für den er mit Anfang 30 einen Oscar gewann. Der Titel ist programmatisch, denn zum edlen Haudegen und Draufgänger hat der Künstler nie getaugt. Lemmon spielte am liebsten die kleinen Verlierer, die Hypochonder, Nervensägen und Pechvögel. Und wohl nie war er diesem Typus so nah wie in Billy Wilders Lustspiel-Klassiker "Manche mögen's heiß", wo der smarte Musikus Tony Curtis die schöne Marilyn erobert und der Underdog Lemmon, im Frauenfummel, mit einem lächerlichen Sugardaddy in See sticht: "Nobody is perfect." Der Fabrikantensohn John Uhler Lemmon III hatte sein Metier in New York am Broadway, beim Radio und in TV-Soaps gelernt. Seinen Karrierestart in Hollywood annoncierte die Columbia so: "A guy you gonna like.". Beliebt blieb er bis zuletzt, als er mit dem erzkomischen Kompagnon Walter Matthau noch einmal Triumphe im Comedy-Zyklus "Ein seltsames Paar" feierte. Lemmon starb am 27. Juni in Los Angeles an Krebs.