Berufe-WM 2011: Bastler, Tüftler, Goldmedaillen
Berufe-WM in London Der weltbeste Möbelschreiner
Er hat furniert, geschliffen, gebeizt und lackiert was das Zeug hält - und darf sich jetzt Weltmeister nennen. Richard M. Schauer aus Rohrdorf hat die Berufe-WM in London in der Kategorie Möbelschreiner gewonnen. Der 21-Jährige hat damit den eigenen Vater übertroffen. Der schaffte es 1988 bei der World Skills in Australien nur auf den sechsten Platz.
Wie man sich als Schreiner auf eine Weltmeisterschaft richtig vorbereitet, konnte Richard schon als Kind miterleben. Seit 1995 betreut sein Vater die Bauschreiner der deutschen Nationalmannschaft.
Die Weltmeisterschaft der Handwerks- und Industrieberufe findet alle zwei Jahre statt. Dieses Mal traten 944 Teilnehmer aus 51 Ländern in 46 Disziplinen gegeneinander an. Die deutsche Nationalmannschaft setzt sich aus den Bundessiegern der verschiedenen Branchen zusammen, gefördert wird sie vom Bildungsministerium und privaten Sponsoren.
Im Kochen, Mauern und Landschaftsgärtnern, den traditionell besten Disziplinen der Deutschen, konnten die jungen Handwerker diesmal keine Medaillen mitnehmen. Nils Michalik holte Silber in der Kategorie Polymechanik, Johannes Fleischmann belegte den zweiten Platz als Fliesenleger und Philipp Stich zimmerte sich zur Bronzemedaille.
Deutschland belegt im Ländervergleich damit einen Platz im vorderen Viertel. Obwohl das deutsche Team bei der vergangenen WM in Calgary mehr Medaillen mitnehmen konnte, sind die Handwerker zufrieden. "Das Ergebnis ist für uns Ansporn für die World Skills 2013 in Leipzig", sagt Teamchefin Elfi Klumpp.