Job oder Liebe Fast jeder Zehnte zieht eine Trennung der Kündigung vor
Für viele Menschen ist der Partner einer der wichtigsten Anker im Leben, für sie ist die Beziehung mehr wert als der Arbeitsplatz. Aber das gilt nicht für alle: Es gibt auch Angestellte, die ihren Beruf über das private Glück stellen. Für fast jede zehnte Fach- oder Führungskraft (neun Prozent) wäre eine Kündigung schlimmer als die Trennung von ihrem Partner. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Karrierenetzwerks Xing. Hierfür wurden im Januar 1010 Fach- und Führungskräfte befragt.
Demnach gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Elf Prozent der Frauen fänden eine Kündigung schlimmer als eine Trennung. Bei den Männern waren es nur acht Prozent.
Für den Großteil der Erwerbstätigen geht die Liebe vor: Nahezu vier von fünf (78 Prozent) fänden es schlimmer, vom Partner verlassen, als vom Chef entlassen zu werden. Der Rest der Befragten machte dazu keine Angaben.
Nicht mal jeder Zweite verrät seinen Kindern, was er verdient
Auch zur Gehaltstransparenz ließ Xing die Fach- und Führungskräfte befragen. Demnach verraten 94 Prozent aller Befragten ihrem Lebensgefährten oder Ehepartner, wie viel sie verdienen, 62 Prozent sagen dies engen Freunden. Bei den Kindern sind die Fach- und Führungskräfte verschlossener: Nicht einmal jeder Zweite (43 Prozent) verrät seinen Kindern, wie viel er verdient. Kollegen gegenüber erzählt jeder Vierte, wie hoch sein Gehalt ist.
Ein weiteres Thema der Befragung war die Arbeitsleistung. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) schätzt die eigene Leistung am Arbeitsplatz besser ein als die der Teamkollegen. Vor allem Führungskräfte sind davon überzeugt, besser zu arbeiten als ihre Kollegen.