McKinsey-Studie Jeder vierte Versicherungsjob steht auf der Kippe
Das dürfte Stromberg nicht gefallen: Viele Versicherungsjobs könnten in Zukunft wegfallen
Foto: ddp imagesEs klingt wie der Albtraum von Bernd Stromberg: Durch fortschreitende Digitalisierung könnte in den nächsten zehn Jahren jeder vierte Arbeitsplatz in der westeuropäischen Versicherungsbranche verloren gehen. Zu diesem drastischen Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberater McKinsey .
Während Serienfigur Stromberg sich als Ressortleiter der Abteilung Schadensregulierung mit Mobbingvorwürfen und ehrgeizigen Kollegen rumschlagen musste, sagt McKinsey der realen Versicherungsbranche ganz andere Probleme voraus: Im operativen Geschäft, also unter anderem in der Schadensabwicklung, sei ein Rückgang von knapp 30 Prozent der Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse zu erwarten.
Weniger betroffen vom Stellenabbau könnten nach Einschätzungen der Experten die Bereiche Produktentwicklung, Sales Support und Marketing sein. Die Verwaltung dürfte es hingegen hart treffen. Dort könnte innerhalb der nächsten zehn Jahre fast die Hälfte der Vollzeitjobs ersetzt oder zusammengelegt werden, heißt es in dem Beitrag.
Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren 2014 mehr als 533.000 Menschen deutschlandweit in der Branche beschäftigt. Mehr als 293.000 davon als abhängig Beschäftigte.