Kenia: Abgeordnete mit Baby muss Parlament verlassen - DER SPIEGEL
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Keine Babys im Saal Kenianische Abgeordnete muss Parlament verlassen

Eine Abgeordnete wollte ihre fünfmonatige Tochter mit ins kenianische Parlament bringen, weil sie keinen Babysitter fand - und scheiterte.
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Nicht nur in Thüringen sorgt es für Wirbel, wenn eine Abgeordnete mit Baby im Parlament auftaucht. So war es am Mittwoch auch in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Wie unter anderem die BBC berichtet , wurde die Politikerin Zuleika Hassan dort des Saals verwiesen. Sie wollte ausnahmsweise mit ihrer fünf Monate alten Tochter im Arm an der Sitzung teilnehmen.

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Hassan sagte dem Sender CNN, sie habe keinen Babysitter für ihr jüngstes Kind finden können. "Ich war einfach müde. Junge Frauen im ganzen Land sind in einer noch schlechteren Lage. Sie können sich keine Nanny leisten und müssen entscheiden, ob sie ihr Kind stillen oder arbeiten gehen."

Das Parlament hätte schon 2013 eine Kindertagesstätte bekommen sollen, sagte Hassan. 2017 verabschiedete die Nationalversammlung ein Gesetz, das Arbeitgeber im Land dazu verpflichtet, Müttern das Stillen und Wickeln am Arbeitsplatz zu ermöglichen.

"Als höchstes gesetzgebendes Organ des Landes sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen", sagte die Abgeordnete Hassan. "Ich habe wirklich versucht, ohne Baby herzukommen, aber heute war es ein Notfall. Was hätte ich tun sollen?" In einem Video ist zu sehen, wie Hassan mit dem Sicherheitspersonal diskutiert und dann gemeinsam mit einigen anderen Frauen den Saal verlässt.

Wie Abgeordnete ihre politische Arbeit und die Kinderbetreuung unter einen Hut bekommen können, sorgt auch hierzulande für Diskussionen - zum Beispiel im vergangenen Sommer, als die Thüringer Abgeordnete Madeleine Henfling mit ihrem wenige Wochen alten Sohn den Landtag verlassen musste.

lov