Mindestlohn: Firmen planen kaum Entlassungen - DER SPIEGEL
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Mindestlohn Firmen planen kaum Entlassungen

Nicht unter 8,50 Euro pro Stunde: Der Mindestlohn soll für soziale Gerechtigkeit sorgen, Skeptiker fürchten aber Entlassungswellen. Zu Unrecht, wie eine Ifo-Umfrage zeigt. Die meisten Unternehmen zahlen ohnehin mehr.
Mindestlohn von 8,50 Euro: Firmen reagieren gelassen
Mindestlohn von 8,50 Euro: Firmen reagieren gelassen

Mindestlohn von 8,50 Euro: Firmen reagieren gelassen

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der gesetzliche Mindestlohn wird wohl kommen. Ab 2015 soll keiner mehr für weniger als 8,50 Euro pro Stunde arbeiten, mit nur wenigen Ausnahmen, so hat es Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles am Mittwoch bekräftigt - aber wie kommt die Regelung in den Unternehmen an, wie wirkt sie sich auf den Personalbestand aus?

Auf den Großteil der deutschen Unternehmen wird das Gesetz keinen nennenswerten Einfluss haben. Das geht aus einer Befragung des Ifo-Instituts und des Personaldienstleisters Randstad hervor, die KarriereSPIEGEL exklusiv vorliegt. Laut der Erhebung erwarten im kommenden Jahr nur etwa ein Zehntel (11 Prozent) der befragten Unternehmen deshalb Entlassungen oder weniger Neueinstellungen. 80 Prozent der Betriebe gehen davon aus, dass der Mindestlohn ab der Einführung 2015 keine Auswirkungen auf sie haben wird. Für das laufende Kalenderjahr vertreten sogar 87 Prozent diese Meinung - offenbar planen diese Unternehmen auch keine vorsorglichen Entlassungen.

"Die Mindestlohnpläne spielen keine Rolle, da zum einen bereits andere Regelungen wie Tarifverträge in Kraft sind, die einen höheren Lohn festlegen. Zum anderen sind die Gehälter in einigen Branchen von dem geplanten Mindestlohn ohnehin weit entfernt", schreiben die Studienautoren. Höchstens vereinzelt müssten gering qualifizierte Kräfte um ihren Arbeitsplatz bangen: In einigen wenigen Betrieben ist von "drastischen Konsequenzen" und "umfangreichen Entlassungen" die Rede.

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Der Flexindex wird vierteljährlich erhoben und ist Teil einer Umfrage der Zeitarbeitsfirma Randstad und des Ifo in München. Erfasst wird der Einsatz von Instrumenten zur flexiblen Gestaltung von Arbeit, etwa Überstunden, Arbeitszeitkonten, Fristverträge, Minijobs oder Zeitarbeit.

Befristete Verträge weiter verbreitet

Überstunden und befristete Verträge stehen demnach als Instrumente unverändert hoch im Kurs. Nachdem sie im vergangenen Quartal etwas abgenommen hatte, ist die Bedeutung von Zeitarbeit wieder leicht gestiegen.

Für die repräsentative Umfrage wurden rund tausend Personalverantwortliche aus deutschen Betrieben befragt - darunter sowohl Mittelständler als auch Konzerne. Die Antworten gaben je nach Firmenstruktur die Eigentümer oder die Leiter der Personalabteilungen.

joe