Start-ups: Immer weniger Existenzgründungen in Deutschland - DER SPIEGEL
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Zahl der Existenzgründungen sinkt Eigene Firma? Ach nee, lieber nicht

Brummt der Arbeitsmarkt, schwindet die Lust am eigenen Unternehmen: Die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland sank 2016 auf einen historischen Tiefstand. Besonders Frauen halten sich zurück.
Existenzgründungsmesse (Archivbild)
Existenzgründungsmesse (Archivbild)

Existenzgründungsmesse (Archivbild)

Foto: Jochen Lübke/ picture alliance / dpa
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Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich auf die Zahl der Unternehmensgründer aus: Sie sank im vergangenen Jahr um 13 Prozent und liegt jetzt auf dem bisher tiefsten Stand von 672.000 Personen, berichtet die staatseigene Förderbank KfW.

Der Grund: Die Jobchancen und damit die Aussicht auf eine Anstellung seien so gut wie lange nicht. "Dies setzt der Gründungstätigkeit besonders zu", sagt KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Das zeigte sich den Angaben zufolge vor allem bei der Zahl der Gründerinnen. Die Arbeitslosenquote von Frauen fiel auf 5,8 Prozent. Nur 270.000 Frauen wagten den Schritt in die Selbstständigkeit, ein Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Männern war das Minus mit 8 Prozent auf 402.000 Existenzgründungen nur halb so stark. Die Arbeitslosenquote der Männer hatte sich auf 6,4 Prozent verringert.

Für dieses Jahr erwartet die KfW allerdings wieder eine Zunahme der Gründungstätigkeit. "Darauf deutet die 2016 gestiegene Zahl der Gründungsplaner hin", erläuterte Zeuner. Die vollständigen Ergebnisse ihres KfW-Gründungsmonitors will die Förderbank im Mai vorstellen.

him/dpa