Umstrittene Manageraussage "Meine Kinder sind mein Hobby" - ist das okay?
Die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe nennt ihre vier Kinder ihr "Hobby". Ein realistischer Blick auf das Leben einer Topmanagerin, findet Helene Endres. Ein Symptom für eine Gesellschaft, die alles auf Effizienz bürstet, meint Tom Hillenbrand.
Sigrid Evelyn Nikutta, Chefin der BVG: Veranstaltung mit (nicht den eigenen) Kindern
Foto: Stephanie Pilick/ picture alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
"Meine Kinder sind mein Hobby. Ich spiele eben nicht Golf oder gehe segeln." Diese Sätze sagte die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, Sigrid Evelyn Nikutta, der "Süddeutschen Zeitung". Sie polarisiert mit dieser zugespitzten Aussage. Und trat eine Diskussion los über Karriere, Familie - und Hobbys.
Beschreibt ihre Aussage nüchtern den Alltag vieler Topmanager, die ihre Kinder maximal am Wochenende sehen? Oder spricht aus ihr die Hybris von Eltern, die Kinder zu Statussymbolen und nettem Zeitvertreib degradieren? Zwei Meinungen aus unserer Redaktion.