Berghain in Berlin wird 20: Techno, harte Tür und Sex im Darkroom - DER SPIEGEL
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20 Jahre Berghain Techno, harte Tür und Sex im Darkroom

Das Berghain ist einer der berühmtesten Klubs der Welt. Sein 20. Jubiläum fällt in eine Zeit, in der sich Berlin um seine Klubszene sorgt.
Teil der Legende: Zum Jubiläum war die Warteschlange vor dem Berghain gewohnt lang
Teil der Legende: Zum Jubiläum war die Warteschlange vor dem Berghain gewohnt lang

Teil der Legende: Zum Jubiläum war die Warteschlange vor dem Berghain gewohnt lang

Foto: Fabian Sommer / dpa

Mit einer mehr als zweitägigen »Klubnacht« feiert der berühmte Berliner Technoklub Berghain an diesem Wochenende sein 20-jähriges Bestehen. Los ging es in der Nacht zum Samstag. Ohne Pause soll dann bis in den Montag hinein gefeiert werden – der Beginn des letzten DJ-Sets ist für Montagmorgen um 4.30 Uhr geplant, wie es auf der Berghain-Homepage hieß. Das Line-up sieht viele DJs vor, die seit Jahren im Berghain auflegen, etwa Marcel Dettmann, Ben Klock, Steffi, Nick Höppner oder Boris.

Der 2004 eröffnete Klub ist für eine harte Tür, exzellente Soundanlagen, eigene sogenannte Resident DJs, Sex im Darkroom und verschwiegene Betreiber bekannt. Zum Beginn der Jubiläumsparty bildete sich vor dem Eingang eine lange Warteschlange – auch sie gehört zur Legende des Klubs.

Der eine Klub feiert, der andere schließt

Das Berghain, dessen Name sich vom Standort im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ableitet, zieht sowohl Feiertouristen als auch Szenepublikum an. Im Klub-Ranking des Fachmagazins »DJ Mag« in diesem Jahr landete es auf Platz 13 von 100, nachdem es 2009 sogar Spitzenreiter war.

Der 20. Geburtstag fällt in eine Zeit, in der sich die Kulturszene um ein Klubsterben in Berlin sorgt. So soll Ende des Jahres etwa das bekannte Watergate an der Spree nach 22 Jahren schließen. Die Wurzeln des Berghains liegen in der Homosexuellen-Szene und reichen sogar noch länger zurück: So gab es den Vorgängerklub Ostgut und davor wiederum die Snax-Partyreihe.

Mit dem Berghain hatte sich 2004 ein ehemaliges Heizkraftwerk aus den Fünfzigerjahren unweit des einstigen Mauerstreifens in eine Art Techno-Kathedrale verwandelt. Seither wurde das riesige Gebäude nahe dem Berliner Ostbahnhof immer wieder aus- und umgebaut. Neben dem Hauptfloor namens Berghain gibt es noch die Panorama-Bar, einen Dancefloor namens Säule, den Männerklub »Lab.oratory«, einen Sommergarten sowie die separate Kantine am Berghain, wo Konzerte stattfinden.

Zum Jubiläum spendierte sich das Berghain eine weitere kleine Neuerung: Wo die Türsteher streng über den Einlass wachen, gibt es nun ein neues Vordach.

taf/dpa