»alaska.de« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »alaska.de«

• aus DER SPIEGEL 4/2001
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Am Rand der Trabantenstadt verläuft eine Pipeline, »wie in Alaska«, erklärt Eddi der Neuen, die gerade hergezogen ist. Und so kalt wie dort ist es auch in diesen Plattenbaubunkern, irgendwo im Osten Berlins. Mit jungen Laiendarstellern und ohne festes Drehbuch hat die Nachwuchsregisseurin Esther Gronenborn einen Film über das Lebensgefühl von Teenagern wie Eddi (Frank Droese) gemacht. Die realistische Tradition des engagierten Jugenddramas aber tauscht Gronenborn, 34, ein gegen die neuen Konventionen des Video-Zeitalters: »alaska.de« ist ganz auf die Augenblickswirkung der Bilder angelegt, die - fiebrig, unruhig und verfremdet - das Innere der Jugendlichen sichtbar machen sollen. Ein Versuch, die Video-Ästhetik dem Kommerz der Musiksender zu entreißen und gegen den Strich einzusetzen, indem sie von denen erzählt, die sonst gierig vor dem Fernseher hocken. Und ein Versuch, genau diesen Teenagern mit Hilfe des Viva-Looks eine Geschichte über sich selbst schmackhaft zu machen. »Krass«, würde Eddi sagen.

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