Gestorben Angus Cloud, 25
Faye Sadoux / MediaPunch / IMAGO
Es gibt ein Video, das die Art, mit der Angus Cloud mit seinem plötzlichen Ruhm umging, bestens verdeutlicht. Ein glamouröser Empfang, eine Reporterin von »Entertainment Tonight«, gefeiert wird das Staffelfinale der Erfolgsserie »Euphoria«, in der Cloud einen Drogendealer spielte. Die Reporterin versucht ihr Bestes, irgendetwas aus Cloud herauszubekommen, große Emotionen oder zumindest Gossip. Aber nichts da. Cloud murmelt vor sich hin, einsilbig, und auf die Frage, ob er seine Gefühle etwas genauer beschreiben könne, sagt er nur: »Nein, danke.« Seine Fans liebten ihn dafür.
Angus Cloud war kein Schauspieler, als er von einer Castingdirektorin entdeckt wurde, sondern Kellner in Brooklyn. Und dann spielte er plötzlich in einer der meistdiskutierten Serien der vergangenen Jahre mit. »Euphoria« war deshalb solch ein Erfolg, weil ungewöhnlich hart und explizit eine emotional verwahrloste Jugend gezeigt wird. Seine künstlerische Leistung brachte ihm weitere Jobangebote, Hollywood interessierte sich für ihn. Die Familie – sein Vater ist vor Kurzem verstorben – veröffentlichte ein Statement nach Clouds Tod, in dem es heißt: »Angus ist offen damit umgegangen, dass er unter psychischen Problemen leidet, und wir hoffen, dass sein Tod anderen Menschen klarmacht, dass sie nicht allein sind und diesen Kampf nicht im Stillen ausfechten sollten.« Angus Cloud wurde am 31. Juli tot im Haus seiner Familie in Oakland, Kalifornien, aufgefunden.