Antisemitismus
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DER SPIEGEL 11/1996
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in der Alten Welt, zumal in Deutschland, halten US-Amerikaner für eine - ärgerliche - Normalität, in den USA dagegen, denken sie, kann so etwas nicht passieren. Doch diese liebgewordene Sicherheit bröckelt zusehends. Die Zahl der antisemitischen Vorfälle wächst von Jahr zu Jahr, Politiker wie der radikale Schwarzen-Führer Louis Farrakhan und der republikanische Präsidentschaftsbewerber Pat Buchanan sind in ihrer Rhetorik ungeniert antisemitisch. Dabei stört sie vermutlich, daß es den Juden in den USA wirtschaftlich und politisch nie besserging als heute. Hinter der Fassade aus wirtschaftlicher Prosperität und kulturellem Einfluß machen sich bei vielen Juden Ängste breit. Die Debatte darüber findet weitgehend unter Juden statt.