»Atempause« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Atempause«

• aus DER SPIEGEL 13/1999
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Nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Auschwitz machte sich der italienische Chemiker Primo Levi (1919 bis 1987) auf den Heimweg. Vier Monate dauerte die Odyssee, die Levi von Polen in die Ukraine, nach Rumänien, Ungarn und schließlich nach Turin führte. Als Übergang aus dem traumatischen Wahnsystem des Lagers zurück in die Welt schilderte Levi diese Zeit in seinem autobiographischen Roman »Die Atempause« von 1963. Die Verfilmung des Italieners Francesco Rosi aber muß vor der Unfaßlichkeit ihres Themas kapitulieren. Dafür, wie Levi (John Turturro) langsam wieder leben lernt - verunsichert und voll ungläubigem Staunen angesichts des Alltags -, findet Rosi keine glaubhafte Bildsprache. Das Wesentliche an Levis Geschichte bleibt für die Augen unsichtbar.

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