Medien Au vae
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DER SPIEGEL 21/1995
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Die Rubrik »Zwischenzeilen« der Zeit soll dem Durchblick dienen. Aber diesmal übersah die Wochenzeitung vor lauter fremdem Blätterwald den eigenen morschen Baum. So schalt die neueste Ausgabe ("Die Presse ist frei. Auch frei von Skrupel?") die Münchner SZ wegen des Abdrucks der Anzeige eines unverbesserlichen Deutschen. Der hatte unter dem Lateiner-Wort »Vae victis« (Wehe den Besiegten) derer gedacht, die als Folge der Befreiung Hab und Gut verloren hatten. In derselben Zeit findet sich - au vae - die gleiche Anzeige.