Baselitz enttäuscht - DER SPIEGEL
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Ausstellungen Baselitz enttäuscht

• aus DER SPIEGEL 24/1995
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»Von unten«, sagt der Maler Georg Baselitz, drängen die Motive einer »wackelnden Welt« zu ihm herauf. Er bannt sie mit schweren Farbtönen und ruppigen Pinselgesten - und stellt sie dabei auf den Kopf, um »Inhalte« zugunsten der reinen Kunstform abzuwerten. Rund 100 Baselitz-Gemälde nebst einer Auswahl jener splittrigen Skulpturen, die der Künstler aus Baumstämmen zurechtsägt und -hackt, sind jetzt im New Yorker Guggenheim Museum ausgestellt (bis 17. September). Das ist der Ort, an dem 1979 Joseph Beuys als erster lebender Deutscher mit einer Retrospektive das Siegel seiner Weltgeltung empfing. Darauf sollte Baselitz nicht hoffen. Seine US-Schau werde ihn »nicht ins deutsche Nachkriegs-Pantheon katapultieren«, urteilt kühl die New York Times. Und sie orakelt, »daß Baselitz in den nächsten Jahren entweder sehr viel besser oder wesentlich schlechter« malen werde. Im nächsten Jahr kommt die Ausstellung in die Berliner Nationalgalerie.

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