Bell-Canto mit Biß - DER SPIEGEL
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Bell-Canto mit Biß

• aus DER SPIEGEL 8/1991
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hunde, die bellen, beißen nicht, sondern sie singen. Jedenfalls will das Duo »The Dogs«, zu dem sich Enrico, der italienische Show-Chow-Chow, und sein langhaariger Kumpel Pig Iron, ein russischer Wolfshund, zusammengetan haben, sein elektronisch aufgedonnertes Gekläff so verstanden wissen. Unter technischer Assistenz des cleveren Ton-Künstlers Charles Morrow verbellten die musikalischen Köter in New York einige Standards des klassischen Repertoires im Plattenstudio: Brahms' Wiegenlied, den Trauermarsch von Chopin oder gar die unverwüstliche Stille Nacht und andere Evergreens, auf deren hündische Verhunzung die Musikwelt schon lange wartet. Vertrieben wird der amüsante Bell-Canto »Dogs' Life« vom Frankfurter Studentenausrüster Zweitausendeins (CD 19,90, LP 14,90 Mark), der mit diesem tierischen Import in Deutschlands Plattenbranche sicher die letzten schlafenden Hunde weckt.

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