Kultur Belletristik-Tipps
Evi Petropoulou: »Geschichte der neugriechischen Literatur«. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main; 432 Seiten; 64 Mark.
Was bieten die neuen Griechen? Bisweilen etwas zu akademisch: ein Überblick zum Messeschwerpunkt. -------------------------------------------------------------------
Albert Ostermaier: »Autokino«. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main; 112 Seiten; 39,80 Mark.
Wann ist ein kraftvoll Sprache, Bilder und Genres verwirbelnder Lyriker am stärksten? In den Gedichten, in denen er schwach wird: »... und deine Angst zündet sich die erste Zigarette an.« -------------------------------------------------------------------
Peter Rühmkorf: »Schachtelhalme«. Rowohlt Verlag, Reinbek; 412 Seiten; 48,70 Mark.
Was wissen Dichter über ihr Metier? Dieser hier beängstigend viel: »Schriften zur Poetik und Literatur« mit Esprit und einer Menge Anmerkungen. -------------------------------------------------------------------
Ernestine Schlant: »Die Sprache des Schweigens«. Verlag C. H. Beck, München; 336 Seiten; 49,80 Mark.
Wie erzählt die deutsche Literatur vom Holocaust? Eine lehrreiche Studie aus den USA: detailreich und gut verständlich. -------------------------------------------------------------------
Richard van Dülmen (Hrsg.): »Entdeckung des Ich«. Böhlau Verlag, Köln; 640 Seiten; 98 Mark.
Wer spricht in mir, wenn ich spreche? Nicht nur Dichter fragen sich das - wie dieser Band im Großformat vielseitig belegt. -------------------------------------------------------------------
Gert Ledig: »Faustrecht«. Piper Verlag, München; 240 Seiten; 36 Mark.
Warum war er vergessen? Mit diesem Band liegt das Werk des wiederentdeckten Autors erneut komplett vor: nach zwei Romanen über den Krieg hier der über die Trümmerjahre in München.