Berlin: Bund will Museum Hamburger Bahnhof kaufen - DER SPIEGEL
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Museum für zeitgenössische Kunst Bund will Hamburger Bahnhof kaufen

Das wichtigste Museum für zeitgenössische Kunst in Berlin gehört einer privaten Aktiengesellschaft - nun will der Bund das Gebäude kaufen. Um so das Museum zu retten.
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Claudio Doenitz/ iStock/ Getty Images

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Der Hamburger Bahnhof ist eines der bedeutendsten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst des Landes - umso überraschender war es für viele, zu erfahren, dass weder das Grundstück noch das Gebäude dem Staat gehören, sondern privaten Investoren.

Nun verhandelt der Bund über einen Rückkauf des Berliner Museums für Gegenwart. "Der Bund strebt den Erwerb des Hamburger Bahnhofs an", bestätigte ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Monika Grütters am Sonntag der dpa in Berlin. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" über die Pläne berichtet.

Der Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart ist das größte Haus der Nationalgalerie und zeigt Sammlungen zeitgenössischer Kunst, die zu den weltweit wichtigsten öffentlich gezeigten Sammlungen zählen.

Die Liegenschaft soll nun durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) aufgekauft werden. Anschließend soll die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu der die Staatlichen Museen gehören, den Hamburger Bahnhof anmieten.

"Rieckhallen" sollen weiterhin abgerissen werden

Die Verhandlungen zwischen dem Bund und dem privaten Investor CA Immo, der das gesamte Grundstück unweit des Hauptbahnhofs vor einiger Zeit erworben hatte, "sind auf gutem Weg", hieß es. Grütters habe bereits mit dem Vorstand von BImA und CA Immo gesprochen.

Nach dem geplanten Kauf soll der Hamburger Bahnhof saniert werden. Zudem ist ein Erweiterungsbau vorgesehen. "Einen belastbaren Zeit- und Finanzierungsplan gibt es dafür noch nicht", hieß es.

Mit dem von CA Immo geplanten Abriss der benachbarten Rieckhallen steht der Hamburger Bahnhof vor dem Verlust der "Flick Collection". Für die Sammlung des umstrittenen Unternehmers Friedrich Christian Flick gibt es keine Verlängerung des Leihvertrages.

xvc/dpa