Böser Blick - DER SPIEGEL
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AUSSTELLUNGEN Böser Blick

• aus DER SPIEGEL 36/2008
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Beängstigend sind die Körper verdreht, die Gesichter verzerrt. Mit bösem Blick malte der Künstler Francis Bacon die Menschen, gepeinigt von qualvoller Lust, Gewalt und Angst. Ab Mitte September ist nun im Londoner Museum Tate Britain eine umfassende Werkschau als Hommage an den 1992 verstorbenen Briten zu sehen (bis 4. Januar 2009). Die 70 Gemälde aus allen Phasen seines Schaffens stammen aus öffentlichen Sammlungen sowie aus privatem Besitz. Es ist die erste große Retrospektive Bacons in Großbritannien seit 1985. Im Mittelpunkt der Schau stehen Werke wie »Drei Studien zu Figuren am Fuße einer Kreuzigung« von 1944, die »Studie nach Velázquez' Porträt von Papst Innozenz X.« von 1953 und die »Kreuzigung« von 1965. Der Zeitpunkt ist perfekt gewählt: Bacons Bilder sind auf dem Kunstmarkt derzeit so begehrt, dass sich fast nur noch Milliardäre den Ankauf leisten können. So zahlte der russische Oligarch Roman Abramowitsch, 41, im Mai bei einer Auktion mehr als 86 Millionen Dollar für Bacons Prometheus-Triptychon - eine neue Rekordmarke für den Künstler.

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