KINO IN KÜRZE »Broken Silence«.
•
aus
DER SPIEGEL 29/1996
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Schweizer Kartäusermönch mit Flugangst, ohne Geld im tiefsten Indien gestrandet, tut sich mit schwarzem US-Girl zusammen, um nach Java zu kommen - so könnte ein Böswilliger den skurrilen Plot schildern. Aber Regisseur Wolfgang Panzer hat daraus den poetischsten deutschen Low-budget-Film der letzten Jahre gemacht. Seine größtenteils mit einer ordinären Videokamera gedrehte Geschichte von Fried, dem liebenswert weltfremden Beter (glänzend gespielt von Martin Huber), und der unbekümmerten Ashaela ist eine material- und stilsichere Studie in Sensibilität, ein Plädoyer fürs Ungewohnte und zugleich großartige Unterhaltung: ein Leinwand-Glücksfall.