Buchmesse - DER SPIEGEL
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Buchmesse

• aus DER SPIEGEL 40/1972
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Noch größer als letztes Jahr kann sie sich, wen wundert's, auch dieses Jahr wieder nennen lassen, die Frankfurter Buchmesse, die an diesem Mittwoch eröffnet wird: 3683 Verlage (1971 waren es 3522) aus 59 Ländern (58) präsentieren 247 000 Titel (241 000), davon rund 78 000 Neuerscheinungen. Aber auch geschäftlich, so meldet die Branche, geht's aufwärts: Der Gesamtumsatz des deutschen Buchhandels stieg 1971 um 15 Prozent, der -- allerdings immer noch bedenklich geringe -- durchschnittliche Reingewinn im Sortiment von 1 auf 2 Prozent vom Umsatz. Freilich: Es sind vor allem die Großen der Branche, Sortimentsbuchhandlungen wie Verlage, die größer werden, die kleinen Unternehmen nehmen ab. Umsatzsteigerung im Verlag wird vornehmlich durch massive Bestseller-Werbung erzielt, Ertragsverbesserung im Sortiment oft durch Beschränkung des Sortiments -- vornehmlich auf Bestseller. Experte Herbert Grundmann im »Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel": »Sicher müssen wir weiter rationalisieren. Aber wir können doch nun ... den Einsatz für besonders förderungswürdige Literatur mehr als in letzter Zeit ins Auge fassen.«

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