»Casanova« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Casanova«

• aus DER SPIEGEL 6/2006
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»Casanova«. Ein Fest der schönen Menschen, der prächtigen Gewänder und der knallbunten Stadtansichten von Venedig ist dieser Film des Regisseurs Lasse Hallström, und gut gelaunt und witzig und rasant ist er noch dazu. Giacomo Casanova (Heath Ledger) ist hier eine Art Mozart der Liebeskunst und wieselt genialisch von einer Gespielin zur nächsten, bis er der allerliebsten Schriftstellerin Francesca Bruni (Sienna Miller) verfällt. Weil die aber ebenso wie Casanova selbst schon anderweitig versprochen ist und auch noch die heilige katholische Inquisition dem Beischlafvirtuosen Giacomo an den Kragen will, gibt es viele lustige Verfolgungsjagden, Maskeraden und Verwechslungsspiele. Es ist wahr, dass die Figur des historischen Casanova in diesem Ringelpiez munter entstellt wird zum Helden einer Knutsch-und-Degen-Story, der durch sein wahrhaft imposantes Riesenkinn mindestens so beeindruckt wie durch seinen samtäugigen Blick. Aber geschenkt; wie eine irre Karussellfahrt versetzt einen Hallströms Film in einen süßen, bedenkenlosen Schwindel.

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