»Chasing Amy« bedeutet, wie der Regisseur Kevin Smith in einem Kurzauftritt in seinem Film erklärt: Immer der falschen Frau nachlaufen, weil man immer zu spät kapiert, welche die richtige gewesen wäre. Mit der Suche nach Gott ist das wohl so ähnlich. Die Titelfigur Amy tritt also gar nicht auf, vielmehr eine Alyssa, die aber jeden scharfen Blick wert ist (Joey Lauren Adams) und ihrem machomäßigen Verehrer Holden (Ben Affleck) die Hölle heiß macht, weil sie eigentlich Frauen liebt. Man muß wohl ziemlich katholisch sein, um seine Figuren so irrwitzig verdreht über Sex räsonieren zu lassen wie Kevin Smith. Zweifellos ist er New Jerseys Antwort auf Eric Rohmer, und zweifellos etabliert er mit seinen Filmen ("Chasing Amy« ist Nummer drei), deren Figuren miteinander verwandt sind, ein Biotop innerhalb des amerikanischen Off-Off-Kinos, schön scheinheilig und schön verrucht.
Dieser Ausdruck wurde am 17.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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