»Chocolat« - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 102 / 128

Kino in Kürze »Chocolat«

• aus DER SPIEGEL 11/2001
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

ist eine Lustdroge, die leicht süchtig macht, und galt einst bei den Azteken, die sie »Xocolatl« nannten, als Göttergabe. Als solche erwies sie sich auch für »Chocolat«-Regisseur Lasse Hallström: Riesenerfolg und fünf Oscar-Nominierungen. Eine schöne, vom Geist der Unabhängigkeit beschwingte Unbekannte eröffnet in einer engen, hinterwäldlerischen französischen Kleinstadt eine »Chocolaterie«, deren Produkte wunderbar erotisierend wirken. Die Empörung der lokalen Tugendbolde ist voraussehbar, die Fabel jedoch, die in den guten alten fünfziger Jahren spielt, unverwüstlich. Hallström schlägt den bittersüßen Märchenton an, den er schon in »Gottes Werk und Teufels Beitrag« so herzergreifend getroffen hat, und durch Juliette Binoche als Star wird aus »Chocolat« ein Inbegriff filmischer Süßigkeit.

Zur Ausgabe
Artikel 102 / 128