KINO:IN:KÜRZE »Clockers«.
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DER SPIEGEL 28/1996
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Dealen kann Strike schon ganz gut: Der kahlrasierte schwarze Halbstarke von der Parkbank im finstersten Brooklyn lebt wie andere kleine »Clockers«, die rund um die Uhr mit Drogen handeln, vom Pillengeschäft. Erst ein Mordauftrag bringt den Streuner (Mekhi Phifer) ins Visier des Ermittlers Rocco Klein (Harvey Keitel). Dabei ist nicht einmal sicher, ob die Leiche überhaupt auf Strikes Konto geht. Spike Lees moralsatte Milieustudie, ursprünglich ein Regieprojekt des Produzenten Martin Scorsese selber, läßt diese Frage bis zuletzt offen - und verspielt so durch melodramatische Länge viel Authentizität. Dafür glänzt das Werk durch Rap-Getöse, hektische Bilder und eine Rekordzahl schmutziger Vokabeln pro Minute.