Kino in Kürze »Cube«.
Sechs Personen suchen einen Ausgang: Sie finden sich eines Morgens unvermittelt in einem kubistischen Alptraum gefangen und wollen dringend wieder raus. Ihr rätselhafter Aufenthaltsort ist ein System von Würfeln, die sich innerhalb eines gigantischen Überwürfels sausend schnell zu immer neuen Kombinationen verschieben. Jeder Kubus hat sechs Luken, durch welche die Gefangenen von einem Würfel in den nächsten gelangen können. Warum die sechs in dieser eckigen Riesenfalle stecken und welche Macht sie dorthin versetzt hat, erfahren weder die Figuren noch die Zuschauer. Doch weil das Kubus-Labyrinth tödliche Fallen birgt, verlieren die Eingesperrten bald nicht nur den Sinn für Raum und Zeit, sondern auch die Nerven. Neben der amerikanischen Gruselserie »Twilight Zone« hat vor allem Rubiks Zauberwürfel, einst weltweites Kultpuzzle, diesen vor Existenzialismus ächzenden Thriller inspiriert. Von Genre-Fans immerhin wird das kanadische Low-Budget-Würfelspiel, das bereits 1997 entstand, trotz seiner Ecken und Kanten als Mitternachtsmeisterwerk gefeiert - doch alle guten visuellen Einfälle entschädigen nicht für die unerfreulichen Dialoge und die unsympathischen Figuren: Debüt-Regisseur Vincenzo Natali knobelt sich selbst ins Aus.