»Deckname Dennis«. - DER SPIEGEL
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KINO IN KÜRZE »Deckname Dennis«.

• aus DER SPIEGEL 23/1997
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Er trifft den Vorstand der Autofahrerpartei, der die Wagenlenker als »moderne Juden« schon im »KZ« der Tempo-30-Zone sieht. Er spricht mit Meinungsqueen Elisabeth Noelle-Neumann, mit Burschenschaftlern, Vertriebenen, Riesenkuckucksuhr-Bauern und einem Chirurgen, der behauptet, die Deutschen würden seit 1945 »geistig krank gemacht": Geheimagent Dennis, der von seinem Auftraggeber in New York, als Fernsehreporter des US-Senders DDC getarnt, nach Deutschland geschickt wurde, um die Mentalität der vereinten Bundesbürger zu erforschen, wird an seiner Aufgabe fast irre. Überall begegnen ihm Weltverbesserer und Apokalyptiker, manche faseln von der Verfassung des Vierten Reichs. Schließlich ersteigert er für 250 Mark auch noch einen Goldfisch namens »Klassenfeind«. »Deckname Dennis«, der Semidokumentarfilm von Thomas Frickel und Co-Autor Matthias Beltz, kommt zu einem angemessen realistischen Schluß: Jeder Deutsche ist verrückt. Alle zusammen aber sind vernünftig. Irgendwie.

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