Der »Stone« rollt deutsch
Einer glaubt noch an Amerika: Klaus Böhler, deutscher Lizenzträger der US-Rockzeitschrift »Rolling Stone«. Das Vierfarbenheft, vom 30. November an für 3,80 Mark im Handel, soll nun auch für deutsche Leser Lebensgefühl aus dem Umfeld der Musickultur vermitteln. Als dessen Sprachrohr hat der US-»Stone« eine Halbmillionenauflage erreicht und, etwa bei Reportagen über Präsidentschaftswahlen, für die Generation der heutigen Mittdreißiger einen typischen »new journalism« perfektioniert. Die deutsche Variante (Auflage: 135 000) startet mit einem Titel-Gespräch mit der Lennon-Witwe Yoko Ono, Schwerpunkte im Heft bilden Geschichten über Rickie Lee Jones und Lee Marvin. Fast alle Beiträge sind dem US-Vorbild entnommen. Böhler, ehedem Herausgeber der Musiker-Zeitschrift »Riebe's Fachblatt": »Trends werden nun mal nicht in Deutschland gemacht.«