Kino in Kürze »Der Vulkan«.
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DER SPIEGEL 43/1999
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Was für ein Stoff! Eine erfolgreiche Schauspielerin, ein scheiternder Schriftsteller, ein aalglatter Spitzel - und viel Liebe, Drama, Wahnsinn unter deutschen Emigranten im Paris der dreißiger Jahre. Jetzt, 60 Jahre nachdem Klaus Mann seinen autobiografisch geprägten Roman über Helden, Verlierer und Verräter schrieb, hat der Regisseur Ottokar Runze, 74, eine Verfilmung gewagt. Sichtbar eingeschüchtert von der wortmächtigen Vorlage, riskiert Runze jedoch nur eine brave, seltsam zeitlose Bebilderung im Stile öffentlich-rechtlichen Literatur-Fernsehens; gut gemeint, aber leider kein Kino. Da mag die schöne Hauptdarstellerin Nina Hoss mit noch so viel Hingabe von »einer kleinen Sehnsucht« singen: Dieser »Vulkan« speit kein Feuer.