Dialog oder Schlag? - DER SPIEGEL
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Intellektuelle Dialog oder Schlag?

• aus DER SPIEGEL 45/1994
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL: »Freiheit des Wortes und der Veröffentlichung« - nach 15 Jahren Mullah-Herrschaft fordern 134 iranische Autoren öffentlich ihre Rechte. Eine Verzweiflungstat?

Said: Ja, aber auch der Versuch eines Durchbruchs.

SPIEGEL: Der Brief wurde an alle iranischen Zeitungen gesandt.

Said: . . . und einige, die von einschlägiger Seite angerufen wurden, haben ihn unterdrückt.

SPIEGEL: Was charakterisiert die Petenten?

Said: Es sind nichtreligiöse, laizistische Autoren. Von den proislamischen Autoren, die in den vergangenen Monaten gegen die Regierung protestiert haben, ist keiner dabei.

SPIEGEL: Bleibt es beim alleinigen Protest der Autoren?

Said: Journalisten haben bereits ihren eigenen Brief geschrieben, warten aber mit der Veröffentlichung noch ab. Auch Film- und Theaterkünstler planen eine Petition.

SPIEGEL: Ihre Prognose?

Said: Die Zeit ist reif für eine große Entscheidung. Schlägt die Regierung zurück, wird es ein harter Schlag sein. Beginnt sie einen Dialog, dann könnte sie die Kontrolle über den Dialog verlieren.

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